Polypektomie

Als Polypektomie bezeichnet man die Entfernung von Polypen (gutartigen Gewächsen) zum Beispiel im Rahmen einer Koloskopie. Polypen im Dickdarm (Kolon) sind zunächst gutartige Geschwülste. Genetische Veränderungen können zu einem verändertem (Reproduktions) Teilungsverhalten der Zellen führen, so dass sich die Zellen im weiteren Verlauf zu bösartigen Krebszellen wandeln können. Polypen gelten deshalb als Vorstufen der Darmkrebsentstehung und sollten frühzeitig entfernt werden. Im Schnitt dauert eine Krebsentstehung vom gutartigen Polypen über die Vorstufen der zellulären Veränderungen hin zum Karzinom (Krebs) etwa 10 Jahre.

Durch einen Arbeitskanal im Koloskop kann eine sehr dünne Schlinge aus Metall mit einem Durchmesser von nur 1/3 Millimeter vorgeschoben werden. Diese Schlinge wird um den Polypen gelegt und mit einem Hochfrequenzstrom (chirurgischer Strom) versehen. Der Polyp wird dadurch wie mit einem Messer abgetrennt und die Blutgefäße werden gleichzeitig verschlossen. Vor der Entfernung von Polypen wird in der Regel mit einer NaCl 0,9%-Lösung (physiologischen Kochsalzlösung) unterspritzt, was zu einer schnelleren Blutstillung beiträgt.

Anschließend werden die Polypen zur histologischen Untersuchung zum Labor eingesendet.

Die Polypektomie ist sehr gut für die ambulante Anwendung geeignet. Das Verfahren ist für den Patienten schmerzfrei und sehr risikoarm.

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